Toyota macht das, was Toyota am besten kann: gerade genug Elektrizität einsetzen, um Benzinfans nervös zu machen und Umweltschützer etwas weniger nervös. Der neue 2000GT-E kombiniert einen hochdrehenden 2,7-Liter-Reihensechszylinder mit einem dezenten EQ-Boost-System zu einer Gesamtleistung von 595 PS, während eine kompakte 10-kWh-Batterie bis zu 50 km rein elektrisches Fahren ermöglicht, bevor der Reihensechser wieder die akustische Hauptrolle übernimmt.

Das Design zollt dem legendären 2000GT der 1960er Jahre Tribut (Bild oben): lange Motorhaube, elegante Proportionen und genügend geschwungene Linien, um Automobildesigner anerkennend nicken zu lassen. Leider hat Toyota keine Pläne für eine Cabriolet-Version. Es sei denn natürlich, der nächste James-Bond-Film spielt in Japan und jemand vom Filmstudio erscheint mit einem ausreichend gedeckten Scheckbuch.

Der 2000GT-E ist nahezu überall auf der Welt erhältlich. Nahezu. Europäische Enthusiasten werden ihn wohl nur aus der Ferne bewundern dürfen, nachdem die gefürchteten und verhassten Regulierer der „EU-Klimapolizei“ entschieden haben, dass selbst ein emissionsarmer Hybrid-Sportwagen mit 595 PS noch einen Schritt zu weit geht. Auf eine Stellungnahme angesprochen, gab Toyotas weltweiter Marketingchef, Herr Suzuki Honda, angeblich eine Antwort, deren Wortwahl für Veröffentlichung, Übersetzung oder die gepflegte Gesellschaft ungeeignet war.
Kurz gesagt: 595 PS, 50 km elektrische Reichweite, klassisches Design, kein Cabriolet und offenbar ein dauerhaftes Einreiseverbot für Brüssel. Kein schlechter Lebenslauf.


