Honda Prelude Type R: Das wär schon was

Hier ist eine deutlich stärker umgeschriebene Fassung – gleiche Grundidee und technische Eckdaten, aber anderer Aufbau und neue Formulierungen:

Der Honda Prelude ist zurück – und zumindest beim Design hat Honda ziemlich viel richtig gemacht. Das Coupé steht flach auf der Straße, wirkt sportlich, ohne völlig überzeichnet zu sein, und auch das Heck hat genügend Eigenständigkeit. Innen geht es modern und aufgeräumt weiter. Kurz gesagt: Der Prelude sieht nach einem Auto aus, mit dem man Spaß haben kann.

Nur beim Blick unter das Blech will der Funke nicht ganz so heftig überspringen.

Galerie: Honda Prelude 2025

Der Prelude könnte deutlich mehr Leistung vertragen

Honda setzt beim neuen Prelude auf einen 2,0-Liter-Hybridantrieb. Der Elektromotor liefert 184 PS und 315 Newtonmeter, der 2,0-Liter-Benziner kommt auf 143 PS und 186 Newtonmeter. Angetrieben werden die Vorderräder.

Damit ist der Prelude alles andere als untermotorisiert. Ein echter Sportwagen wird aus ihm aber auch nicht. Von null auf 100 km/h vergehen 8,2 Sekunden. Für den Alltag völlig okay – aber Hand aufs Herz: Wer dieses flache Coupé vor sich stehen sieht, erwartet irgendwie mehr.

Dabei müsste Honda für eine deutlich schärfere Variante noch nicht einmal bei null anfangen.

Honda hat den passenden Motor längst gebaut

Der Blick wandert zwangsläufig zum Civic Type R. Dessen 2,0-Liter-VTEC-Turbo schickt 329 PS und 420 Newtonmeter an die Vorderachse. Dazu gibt es eine knackige Sechsgang-Handschaltung. Im Civic reicht diese Kombination für den Sprint von null auf 100 km/h in 5,4 Sekunden.

Und jetzt stellen wir uns genau diese Technik im Prelude vor.

329 PS statt 184 PS, Handschaltung und ordentlich Druck auf der Vorderachse – schon hätte der Prelude einen völlig anderen Charakter. Ob ein solcher Prelude Type R ebenfalls exakt 5,4 Sekunden auf Tempo 100 schaffen würde, lässt sich natürlich nicht seriös vorhersagen. Darum geht es aber eigentlich auch gar nicht.

Viel wichtiger wäre, dass hinter der sportlichen Karosserie endlich ein Antrieb steckt, der hält, was die Optik verspricht.

Bitte nicht dezent: Ein Type R darf Krawall machen

Und wenn Honda schon einen Prelude Type R bauen würde, dann bitte nicht mit zwei zusätzlichen Spoilerlippen und einem kleinen roten Schriftzug abspeisen.

Ein Type R darf – nein, er muss auffallen.

Der Civic Type R macht schließlich vor, wie es geht. Drei Endrohre, ein riesiger Heckflügel und eine Karosserie, die schon im Stand ziemlich unmissverständlich klarmacht, dass hier nicht die Basisversion auf dem Parkplatz steht.

Beim Prelude dürfte Honda deshalb ebenfalls ordentlich zulangen: breitere Kotflügel, große Räder, eine aggressivere Front, Seitenschweller und natürlich ein gewaltiger Flügel auf dem Heck. Und wenn wir schon dabei sind, übernehmen wir die drei mittig angeordneten Endrohre gleich mit.

Zurückhaltung können die anderen Prelude-Versionen übernehmen.

Ob Honda tatsächlich irgendwann eine Type-R-Version des neuen Coupés auf die Räder stellt, steht auf einem anderen Blatt. Die Zutaten wären jedenfalls ziemlich verlockend.

Also Honda: 2,0-Liter-Turbo, 329 PS, 420 Newtonmeter, Handschalter, drei Endrohre und einen richtig großen Heckflügel.

Dann reden wir.

Galerie: Honda Prelude Type R